Im Rahmen der Demokratiebildung fand am 26. Februar 2026 der zweite jahrgansgübergreifende Erinnerungskulturtag statt. Alle Lernenden und Lehrenden widmet sich an diesem Projekttag dem „Gedenken an die Opfer der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im August 1945″, angelehnt an die alljährlichen Gedenktage am 6. und 9. August. Jene Tage die sich im letzten August zum 80. Mal jährten.
Es ging ums Erinnern und darum niemals zu vergessen, was geschieht, wenn die atomare Kraft als Waffe genutzt wird. Auf die zahlreichen Opfer an den beiden Tagen folgten noch die zahlreichen Opfer in den drauffolgenden Jahrzehnten, die an den Spätfolgen verstarben.
Wie war es als du am 6. August bzw. 9. August aufstehst und einen schönen Tag erwartest? Hättest du die Chance gehabt dem menschenverachteten Szenario zu entfliehen? Wie viele Sekunden hättest du Zeit gehabt? Welche Narben hinterließ das Abwerfen der Bomben noch Jahrzehnte nach ihrem Abwurf?
So zahlreich die Fragen, so facettenreich gestaltete sich die Spurensuche, um Antworten zu finden.
Der autobiografische Manga „Barfuß durch Hiroschima“ von Keiji Nakazawa diente dazu den Tag aus Kinderaugen zu betrachten. Sowie die Geschichte der kleinen Sadako Sasaki, die als Zweijährige den Atombombenabwurf auf Hiroshima überlebt. Als das Grauen fast vergessen war, erkrankt sie 10 Jahre später an Leukämie. Als Sadako die Legende hörte, dass wenn man 1000 Kraniche faltet einen Wunsch frei hätte, begann sie zu falten. Ihr Wunsch war es gesund zu werden. Leider schaffte sie es nicht die notwendige Anzahl zu falten, da ihre Kräfte nachließen und sie verstarb.
Ein besonderer Dank geht an unsere Kunstlehrerin Monique Breuer und ihrem Kunstkurs des Jahrgangs 12. Durch ihre beeindruckende Ausstellung „Überreste.Überleben.Hiroshima“ in der die Lernenden ihre Linoldrucke und Filme zeigten, erhielten die jüngeren Schülerinnen und Schüler Kenntnisse über den Atombombenabwurf. Die sie nachteilig beeindruckten. Auch ihre Fragen fanden bei den Zwölftklässlern Gehör. Ferner konnten sie ihre ersten Eindrücke verschriftlichen.
Durch die Geschichten inspiriert und im Sinne der kulturellen Bildung wurden in der IGS Bothfeld zahlreiche Kraniche gefaltet, Haikus geschrieben, Briefe an Sakado verfasst und zahlreiche Kunstwerke entstanden.
Unterstützt wurde der Tag auch von Mitgliedern des Deutsch-Japanischen Freundschaftskreises Hannover. So gab es u.a. Einblicke in die Welt der japanischen Schriftzeichen.
Alle waren sich nach diesem Tag einig, so ein Szenario darf sich nie wiederholen.
Das Erinnern wird sich auch dieses Mal auf Wunsch von einigen Schülerinnen und Schülern in den nächsten Wochen fortsetzen,
Vielen lieben Dank an Alle, die diesen Tag mitgestaltet haben!





