Theater statt Klassenzimmer: Am 29. Oktober 2026 besuchte der 13. Jahrgang das Schauspielhaus Hannover. Auf dem Programm stand „Heimsuchung“ nach dem Roman von Jenny Erpenbeck. Den kennen unsere Schüler*innen gut, denn er ist Pflichtlektüre fürs Abitur. Diesmal hieß es aber: nicht lesen, sondern erleben. Ein Haus in Brandenburg. 15 Menschen. Ein ganzes Jahrhundert. Kaiserreich, Weimarer Republik, Nationalsozialismus, DDR, Nachwendezeit. Jede Epoche hinterlässt ihre Spuren, im Haus und in seinen Bewohnerinnen. Sie sind Täterinnen und Opfer zugleich. Alle suchen Heimat und Glück. Doch niemand darf lange bleiben. Wer gerade angekommen ist, wird schon bald wieder vertrieben. Regisseur Adrian Figueroa, der für Film und Theater arbeitet, bringt diesen Stoff eindrucksvoll auf die Bühne. Das Bühnenbild beeindruckt. Die Atmosphäre packt. Mehr als 100 Jahre Geschichte an einem Abend, und doch wird es nie zu viel. Und unsere Schüler*innen? Sie waren begeistert und haben genau hingeschaut. Schnell fielen ihnen die Unterschiede zur Romanvorlage auf. Was wurde weggelassen? Was wurde verändert? Und warum? Die Schülerinnen haben diese Entscheidungen kritisch hinterfragt. Genau das macht den Theaterbesuch so wertvoll: Der Roman wird lebendig und man sieht ihn mit neuen Augen. Davon profitiert auch der Unterricht in den kommenden Wochen. Ein herzliches Dankeschön an unseren Kooperationspartner, das Schauspielhaus Hannover, für diesen gelungenen Theaterabend!


